Bereits in den fruhen Werken von maximum Frisch wird das fur damalige Zeiten I am gesellschaftlichen Leben tabuisierte Thema “Tod” dargestellt

Dabei wird das von dem Einzelnen als bisher sinnvoll/sinnlos gefuhrte und gelebte Leben als entscheidender Punkt fur das Weiterleben oder aber den Tod “erlebt.” Denn die Erstarrtheit und der Stillstand, das “Todliche” und zugleich die Fesseln der Realitat (u. a. durch das Bildnisproblem) im Leben sind nichts anders als der “Tod im Leben,” da es keine “lebendige” Wandlungsmoglichkeit gibt. Konvention und Erstarrung stehen deshalb fur den Tod.

Frisch versucht, durch die Aussagen, perish Gesprache in den Handlungen, in den Fabeln, ein Umdenken im Leben nahe zu legen, das ist und bleibt aber im Totenreich nicht mehr erreichbar. Er will zur Zuwendung zum bewussten Leben provozieren, sei es im Hinblick auf perish in pass away Bruche gegangene Liebesbeziehung oder auf das durch den Alltagstrott in pass away Krise geratene Eheleben, oder auch in Hinblick auf die zwischenmenschlichen Beziehungen. Es geht ihm nicht lediglich um die Themen “Liebe,” “Bildnis,” “Verganglichkeit,” “Leben,” und “Tod,” perish ebenso in anderen Werken I am Mittelpunkt stehen und auf pass away er in Triptychon zuruckgreift, sondern parece geht auch um seine Grunduberzeugungen in Hinblick auf seine Lebens- und Todesauffassung als Reaktion auf das naturwissenschaftlich-technologische Weltbild unserer Industriegesellschaft. Es geht ihm schliesslich darum, uns ein authentisches wahres Leben, gepragt durch das Todesbewusstsein, vor Augen zu fuhren. Dadurch, dass er sich in Triptychon mit seinen vielfaltigen Variationen und literarisch erprobten BikerPlanet coupon Fiktionen und auch Entwurfen ebenso mit den zeitgemassen soziologischen und philosophischen Todesbildern auseinandersetzt, ist und bleibt das Stuck in diesem Sinne cin Werk von Frischs Literatur gewordener Lebensphilosophie. Triptychon fungiert heute als Botschaft des 21. Jahrhunderts, perish uns das von Frisch postulierte Todesbewusstsein als Aufforderung zu bewussterem Leben noch deutlicher vor Augen fuhrt.

Auflage

Aries, Philippe. Geschichte de l’ensemble des Todes. Aus dem Franzosischen von Hans-Horst Henschen and la Pfau. Titel der Originalausgabe: L’homme devant los angeles mort. 8. Munchen: Deutscher Taschenbuch Verlag, 1997.

“Naher mein Ich zu Dir: Die Problematik des Alterns, de l’ensemble des Sterbens und des Todes bei Max Frisch.” Maximum Frisch. Aspekte des Prosawerks. Hrsg. v. G. P. Knapp. Studien zum Werk maximum Frischs; Bd. 1. Bern, Frankfurt was principal u. a.: Peter Lang, 1978. 249-65.

Arnold, Armin

Bei Frisch wird die Darstellung des Todes in der zweiten stage, therefore stellt Depountis fest, als “vom Tod zum ‘Todbringenden'” (Depountis 65) gekennzeichnet. Das Phanomen des Todes im Nachkriegswerk spielt nicht mehr I am Bereich des Personlichen, behandelt also nicht mehr das Verhaltnis des Einzelnen zum Tod, sondern der Autor fragt nach dem Sinn and der Akzeptanz des Todes, um so perish Schonheit des Lebens zum Bewusstsein zu bringen. (6) objective and Gedanken, pass away fruher auch in den Werken auftauchten, werden zwar immer wieder aufgegriffen, aber haben sich seine Darstellungsweise and seine dichterische purpose verhndert. Die Darstellung des Todes (des Alterns, des Sterbens sowie des Selbstmords) in der dritten level zeigt sich in seinen spateren Werken, wie z.B. Homo faber, Stiller, Mein Name sei Gantenbein, Tagebuch 1966-1971, Montauk, in dem in der vorliegenden Arbeit zu behandelnden Spatwerk Triptychon and in Der Mensch erscheint im Holozan. Darin werden keineswegs nur das Phanomen des Alterns, des Sterbens, sondern auch das der Todesangst, diverses Totenreichs and der Fortexistenz des Menschen durch den Tod dargestellt mittels erprobter dramaturgischer Varianten and Montagetechniken (Zitate, Auszuge aus den Lexika, Fragebogen). Dies ist ein Indiz dafur, dass Frisch sich bis zu seinem hohen Lebensalter standig bewusst mit dem Sinn de l’ensemble des Lebens befasst cap. Bereits im Tagebuch 1946-1949 hat Frisch seinen Enthusiasmus gezeigt: “parece wird Zeit, keineswegs bloss an Tod zu denken, sondern davon zu reden.” (7) had been er mit dem “Tod” meint, wird anhand des Dramas Triptychon erlautert.

Im Selbstgesprach Sophies lasst sich der Tod als eine Privatheit betrachten, als ginge parece nur um Sophies personliche Tragik. Diese Privatisierung und die Vereinzelung in der Konfrontation mit dem Tod kommt auch im dritten Bild I am Triptychon vor. (16) parece handelt sich namlich um “Dialoge” eines Lebenden, Roger, mit der Toten, Francine, (17) der ehemaligen Geliebten, aber werden diese Dialoge weder als richtige Dialoge mit der Toten noch als vollwertige Gesprache (18) betrachtet, denn pass away Tote spricht nicht aus sich heraus, sondern aus der Gedankenwelt Rogers. Es ist und bleibt auch eine ways Selbstgesprach von Roger (wie parece bei der Witwe Sophie im ersten Bild der autumn ist und bleibt). Er versucht mit ihr uber das Geschehene zu diskutieren, es zu rechtfertigen und zu rekonstruieren, ohne aber mit ihr uber den Tod oder aber das Ungluck angesichts ihres Todes durch perish Krebskrankheit zu sprechen. Im crisis wird sozusagen eine gesellschaftliche Realitat widergespiegelt, namlich perish Privatisierung und Vereinzelung in der Konfrontation mit dem Tod, hier dient der Sprechende und Lebende Roger als Beispiel. Die Verefinzelung zeigt sich bei Roger, wie er Francine seine separation nach deren Tod im Kreis der Bekannten folgendermassen schildert:

Hier ist darauf hinzuweisen, had been Frisch zur “Verdrangung des Todes” allgemein bekundet anhand eines Gesprachs zwischen dem alten verstorbenen Proll und Xaver, das jedoch nur im “Styx”–Manuskript, Okt. 1977, skizziert wurde:

Die Unmdglichkeit des Umdenkens bei den Toten I am dritten Bild bei Roger und Francine drilckt noch krasser pass away Unwandelbarkeit des Todes aus, wenn Katrin auf diese Unmoglichkeit hinweist: ,Du kannst umdenken, ich kann umdenken. Wir sind keineswegs tot gewesen, Roger, das nicht!–wie jetzt” (GW, Bd. VII: 195). Den Tod versteht Frisch furthermore nicht nur als Tod des physischen Korpers, sondern als “Tod des Denkens, der Erkenntnisse und der Freiheit” (Rowinska-Januszewska 124). Wenn beide spouse sich keineswegs darum bemuhen, noch in ihrem Dasein mit den Auseinandersetzungen und auch Zerwurfnissen klarzukommen, sind die Auseinandersetzung oder aber Rechtfertigung im Totenreich keineswegs mehr mdglich und parece gibt nur pass away todliche Wiederholung, pass away sie immer erlebt haben. Sehr aufschlussreich ist die folgende von Frisch in seinem Entwurf zitierte Stelle, perish er in der variation Okt. 1977 fur das zweite Bild “Styx” formuliert, das er ursprunglich als Kernszene de l’ensemble des Stuckes gedacht cap. Frisch hat in Triptychon im Hinblick auf perish Unverwandelbarkeit des Todes Walter F. Ottos (29) “Die Goetter Griechenlands” (30) in seiner Unterlage zitiert: